Drei Messetage, rund 800 Besucher und zahlreiche persönliche Begegnungen: Die IBBM – Inklusive Berufsbildungsmesse 2026 in der Markthalle Burgdorf hat gezeigt, wie gross das Bedürfnis nach einer Berufsbildungsmesse ist, die jungen Menschen mit Unterstützungsbedarf konkrete Perspektiven für ihren Einstieg in die Arbeitswelt aufzeigt.

Vom 8. bis 10. September 2026 konnten sich Jugendliche, Eltern, Lehrpersonen und Fachpersonen direkt über Ausbildungswege, Berufsbilder und Unterstützungsmöglichkeiten informieren. Im Zentrum standen dabei nicht nur Informationen, sondern vor allem der persönliche Austausch und das konkrete Erleben von Berufen.

Die Markthalle bewährt sich als neuer Messestandort

Besonders positiv beurteilt wurde der Wechsel in die Markthalle Burgdorf. Die grosszügigen Platzverhältnisse, die Übersichtlichkeit und die Abstände zwischen den einzelnen Ständen sorgten für eine angenehme Atmosphäre. Mehrere Schulen betonten, dass die Jugendlichen dadurch genügend Raum hatten, sich selbstständig zu bewegen, Gespräche zu führen und bei Bedarf auch Abstand vom Messegeschehen zu gewinnen.

Auch die zeitliche Steuerung der Schulklassen über Besuchsslots hat sich bewährt. Die Besucher konnte damit über weite Teile der Messe so verteilt werden, dass persönliche Gespräche möglich blieben.

Die Organisation der Messe wurde von den befragten Schulen durchschnittlich mit 3,92 von 4 Punkten bewertet. Besonders deutlich fällt auch die Weiterempfehlung aus: Alle teilnehmenden Schulen, die das Feedbackformular ausgefüllt haben, würden die IBBM ihren Kolleg weiterempfehlen.

Persönliche Begegnungen machen den Unterschied

Ein wiederkehrendes Thema in den Rückmeldungen ist die Art und Weise, wie die Ausstellenden auf die Jugendlichen zugingen. Lehrpersonen berichteten, dass ihre Schüler an der IBBM deutlich einfacher mit Fachpersonen ins Gespräch gekommen seien als an grossen klassischen Berufsmessen.

Der Austausch mit den Ausstellenden wurde von den Schulen mit durchschnittlich 3,88 von 4 Punkten bewertet. Besonders geschätzt wurden Stände, an denen Jugendliche etwas ausprobieren, anfassen oder direkt erleben konnten. Wettbewerbe, Challenges, Anschauungsmaterial und konkrete Arbeitsbeispiele erleichterten den Zugang zu den unterschiedlichen Berufsfeldern.

Auch das Angebot, vor Ort professionelle Bewerbungsfotos erstellen zu lassen, wurde mehrfach ausdrücklich positiv erwähnt.

Eine Rückmeldung bringt den Charakter der Messe besonders treffend auf den Punkt:

«Die IBBM war genau das, was wir gesucht haben und hat für unsere Schüler ein optimales Klima geschaffen, um sich wohlzufühlen und sich über Berufe zu informieren.»

Auch die Ausstellenden ziehen eine positive Bilanz

Die positive Wahrnehmung zeigt sich ebenfalls in den Rückmeldungen der Ausstellenden. Die Gesamtzufriedenheit mit der IBBM 2026 liegt bei durchschnittlich 4,35 von 5 Punkten. Besonders hoch bewertet wurden die Marktstände, die Infrastruktur und die Rahmenbedingungen vor Ort mit durchschnittlich 4,71 von 5 Punkten.

Die Messe ermöglichte Kontakte zu Schüler, Eltern, Lehrpersonen, Fachpersonen der Berufswahlvorbereitung sowie zu weiteren Institutionen und Netzwerkpartner. Mehrere Ausstellende berichteten bereits von konkreten Kontakten und Anfragen, die aus der Messe entstanden sind.

Auch der Austausch unter den Institutionen selbst wurde als Mehrwert wahrgenommen. Gerade in ruhigeren Messephasen entstanden neue Kontakte, Möglichkeiten für Institutionsbesuche und Gespräche über eine weiterführende Zusammenarbeit.

Die Bereitschaft für eine erneute Teilnahme ist entsprechend hoch: Die grosse Mehrheit der Ausstellenden kann sich vorstellen, auch bei einer nächsten IBBM wieder dabei zu sein.

Feedback als Grundlage für die Weiterentwicklung

Die Rückmeldungen zeigen gleichzeitig auf, wo die IBBM weiterentwickelt werden kann. Schulen wünschen sich insbesondere noch mehr interaktive und praxisnahe Elemente an den Ständen. Bilder, Piktogramme, Anschauungsmaterial und Tätigkeiten zum direkten Ausprobieren sollen Berufsbilder auch für Jugendliche mit unterschiedlichen kognitiven und sprachlichen Voraussetzungen möglichst einfach zugänglich machen.

Mehrfach genannt wurden zudem Wünsche nach einer Übersicht aller Institutionen und ihrer Ausbildungsangebote, Vorbereitungsmaterial für Schulklassen sowie einer noch früheren Kommunikation des Messetermins. Verschiedene Rückmeldungen regen ausserdem an, künftig zusätzliche Institutionen und weitere Regionen einzubeziehen.

Auch das Thema Barrierefreiheit bleibt wichtig. Eine Schule berichtete beispielsweise, dass ein Schüler im Rollstuhl bei verschiedenen Berufswünschen auf bauliche oder betriebliche Grenzen stiess. Solche Rückmeldungen zeigen, dass Inklusion nicht mit dem Zugang zur Messe endet, sondern auch die tatsächlichen Möglichkeiten in Ausbildung und Arbeitswelt umfasst.

Ein Format mit Potenzial

Die IBBM 2026 hat deutlich gemacht, dass ein spezifisch auf Jugendliche mit Unterstützungsbedarf ausgerichtetes Messeformat einem realen Bedürfnis entspricht. Es schafft einen überschaubaren Rahmen, in dem Fragen gestellt, Berufe entdeckt und persönliche Kontakte geknüpft werden können.

Gleichzeitig verstehen wir die IBBM als lernendes Format. Die zahlreichen Rückmeldungen von Schulen und Ausstellenden sind deshalb besonders wertvoll. Sie zeigen uns, was funktioniert – und wo wir die Messe noch zugänglicher, praxisnäher und wirkungsvoller gestalten können.

Ein grosses Dankeschön gilt allen Besucher, Schulen, Lehrpersonen, Fachpersonen, Ausstellenden, Partner und Unterstützer, die die IBBM 2026 mitgetragen haben.

Nach drei intensiven Messetagen und rund 800 Besucher steht für uns fest: Die IBBM soll auch in Zukunft Orte schaffen, an denen junge Menschen Wege entdecken, Möglichkeiten kennenlernen und ihre nächsten Schritte in Richtung Arbeitswelt planen können.

Wege entdecken. Chancen nutzen.